Die Thermoskanne eroberte einst die Welt im 20. Jahrhundert und ist heute ein fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen geworden. Durch Form und Material hat sie sich an die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten angepasst und wird vom Geschäftsmann auf der Arbeit genauso wie von der Mutter zu Hause genutzt: Heiße Getränke bleiben heiß und kalte Getränke bleiben kalt.

Unsere heutige TOP Empfehlung für eine neue Thermoskanne:
Nach Kategorien:
Thermoskanne 0,5l Thermoskanne 1l Thermoskanne 2l Thermoskanne Edelstahl
Weitere Angebote können sie auch HIER direkt beim amazon.de finden.

Augen auf beim Kauf der Thermoskanne!

Vor man eine Thermoskanne kaufen möchte, sollte man sich einiger Punkte bewusst sein. Das erspart nur spätere Enttäuschungen und Ernüchterungen. Meistens hilft es schon eine Studie, einen Test oder eine Untersuchung zum Thema zu lesen. Ein wichtiger Punkt kann jedoch bereits an dieser Stelle geklärt werden. Man sollte sich im Klaren sein, wie viel Kaffee oder Tee transportiert werden muss.

Einige Richtwerte findet ihr in der folgenden Tabelle:

Inhalt der Thermoskanne Anzahl der kleinen Kaffeetassen Anzahl der großen Kaffeetassen
0,5 Liter 4 Tassen 1-2 Tassen
1,0 Liter 8 Tassen 4-5 Tassen
2,0 Liter 16 Tassen 8-11 Tassen

Geschichte der Thermoskanne

Der "Erfinder" der heutigen ThermoskanneDer “Erfinder” der heutigen Thermoskanne

Wo fing aber die ganze Erfolgsgeschichte der Isolierkanne an? Dafür muss man ca. 130 Jahre zurückgehen. Der Chemiker und Physiker Sir James Dewar entwickelte im Jahre 1893 ein Gefäß mit zwei verspiegelten Wänden. Zwischen den zwei Gefäßen herrschte ein Vakuum. Durch diesen Aufbau kann sowohl heiße als auch kalte Flüssigkeit auf nahezu gleichbleibender Temperatur gehalten werden. Nach seinem Erfinder wird es auch Dewar-Gefäß genannt. Schon einige Jahre zuvor hatte der Chemnitzer Professor Adolf Ferdinand Weinhold an einem ähnlichen Gefäß experimentiert – noch ohne eine verspiegelte Innenseite – und es in seinem Buch Physikalische Demonstrationen beschrieben.

Reinhold Burger versuchte das Prinzip Jahre später wirtschaftlich zu verwerten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch den Auftrag vom Berliner Eismaschinenfabrikanten Linde, Aufbewahrungsgefäße für flüssige Luft zu entwickeln, konnte er sein erarbeitetes Wissen anwenden. Im Jahre 1903 gelang ihm der große Durchbruch und er meldete schließlich am 1. Oktober 1903 seine Entwicklung zum Patent (DRP-Nr. 170057) an.

Sein Slogan lautete:

„Hält kalt, hält heiß – ohne Feuer, ohne Eis“

Leider war ihm kein großer wirtschaftlicher Erfolg gegönnt. Seine Entwicklung konnte sich auf dem Markt nicht durchsetzen.

Im Jahre 1909 verkaufte Burger sein Patent schließlich an die in Charlottenburg ansässige Thermos-AG weiter. Thermos stammt allgemein aus dem Griechischen und bedeutet “warm”. Thermos war aber auch der Ort, an dem sich der Ätolische Bund traf. An diesem Ort schmiedeten sie Pläne für ihre Kriegszüge gegen die Römer und Makedonier. Um nicht zu weit vom Thema aubzudirften, verweise ich für weitere Informationen auf diese Seite in englischer Sprache.

Die Thermos-AG vertrieb erstmals das Produkt unter dem Name „Thermosflasche“. Durch den technischen Fortschritt konnte die Thermoskanne bereits 1920 in Serienproduktion gehen. Bis heute verkauft sie sich immer noch mit dem gleichen Prinzip auf der ganzen Welt.

Die Entwicklung weiterer Formen, Gestaltungen und Einsatzbereichen blieb jedoch nicht stehen. Nicht nur die Thermos AG tüftelte an der Weiterentwicklung, sondern es traten auch weitere Hersteller auf den Markt, die basierend auf dem gleichen Prinzip ähnliche Produkte entwickelten. So entstand das einzigartige  und vielfältige Angebot unterschiedlichster Kannen.

Alte Thermoskanne

Die Hersteller (u.a. Emsa, Stelton, Alfi oder eine Thermoskanne von Ikea) buhlen hierbei mit verschiedensten Farben, Formen und Größen um die Aufmerksamkeit der Kunden. Zwei grobe Richtungen sind dabei entstanden, die sich im “Innenleben” unterscheiden: Isolierglas- und einer Warmhaltekanne.

Natürlich wird die Thermoskanne nicht nur in Deutschland benutzt. Gerade deshalb haben sich in verschiedenen Länder sich eigene Bezeichnung für die Isolierkanne entwickelt, die jedoch ihrem ursprünglichen Wort immer noch sehr ähneln: Vacuum flask, Dewar flask (Englisch), Vaso di Dewar, Dewar (Italienisch), Thermo (Spanisch), Garrafa térmica, thermo, thermos (Portugisisch).

Mit was kann die Isolierkanne gefüllt werden?

Vielleicht mag die Frage merkwürdig erscheinen, allerdings sollte man ein paar Punkte für den richtigen Einsatz beachten. Dies vereinfacht unter Umständen auch, die Thermoskanne später zu reinigen:

  • Kaffee
    Laut geführten Statistiken ist Kaffee immer noch das beliebteste “Füllmaterial” für die Thermoskanne.
  • Essen
    Wenig bekannt in vielen Teilen Deutschland dürfte es sein, dass nach dem Prinzip der Thermoskanne auch ein ganzes Essen warm gehalten werden kann. Man nennt dieses Gefäß jedoch nicht Thermoskanne, sondern Henkelmann. Den größten Bekanntheitsgrad hat es interessanterweise immer noch im Ruhrgebiet.
  • Milch
    Aber Achtung! Nicht alles, was flüssig ist, sollte auch in die Thermoskanne. Dazu zählt auch besonders Milch.
  • Punsch und Tee
    Ein sehr beliebtes Getränk im Winter ist auch Punsch, was wahrscheinlich aus dem hindischen für “fünf” kommt. In der ursprünglichen Variante bestand der Punsch eben aus fünf Zutaten: Arrak, Zucker, Wasser, Zitrone und Tee. An Silvester wurde sogar bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Punsch das neue Jahr begrüßt. Erst später kam dann Sekt in Mode. Punsch und Tee – besonders grüner Tee – sind im Gegensatz zu Wasser und Limonade die idealen Getränke für die kalten Wintertage. Denn gerade im Winter muss man darauf achten, dem Körper ausreichend Flüssigkeiten hinzuzufügen. Tee ist zum einen arm an Kalorien und wärmt zum anderen von Innen raus

Tipp: Stelle eine größere Menge an Tee her und fülle es in eine Thermoskanne. Diese kann es über Stunden noch den Tee warm halten. Man spart sich so das ständig frische Aufbrühen.Doch Tee ist nicht nur ein guter Durstlöscher, sondern auch ein behagliches Wellnessgetränk. Denn bei typischem Winterwetter gibt es nichts Gemütlicheres, als sich mit einer Tasse Tee auf der Couch vor dem Kamin zu entspannen. Auf dieses Art und Weise vergisst man schnell das schlechte Wetter und taucht in die Welt von fernen Ländern, exotischen Düften und dem Geschmack fremder Gewürze. Teeläden bieten gerade im Winter spezielle Mischungen an, die nach Bratapfel, gebrannten Mandeln, Marzipan, Zimt oder Orange schmecken.

Nicht ganz ernst gemeint

Vorsicht! Die Thermoskanne kann aber bei falscher Benutzung auch mal gefährlich werden, wie ein Fernsehrspot einer größeren Versicherung zeigt: